Die Religion in Japan

Da der japanische Glauben und die Sitten völlig anders als in Europa sind, hier eine kleine Einführung.
Ich werde keinen Vortrag über Theologie halten (dazu wäre ich gar nicht in der Lage…), sondern mein Ziel ist es, die Grundlagen
und alle unklaren Begriffe der zwei Hauptreligionen Japans vereinfacht zu erklären.

Dieser Text basiert auf Artikeln der deutschen Version von Wikipedia. Ich übernehme keinerlei Gewähr für die Richtigkeit meiner
Angaben, da es sich lediglich um ein Informationsblatt und nicht um Religionsunterricht handelt! Diejenigen, die das Thema vertiefen
möchten, finden die entsprechenden Links nach dieser Einführung.

icone-18Shintoismus

Shintoismus (wörtlich „Weg der Götter“) ist die älteste Religion Japans.
Im Gegensatz zum Buddhismus ist polytheistisch und animistisch.
Im Klartext heißt das: es gibt viele Götter und die Natur ist heilig.

Häufig verwendete Begriffe

Kami (Gott, Gottheit)

Es gibt unzählige Kami, die alle Aspekte der Natur darstellen. Ein einfacher Stein kann z.B. ein Kami sein.

Jinja (Schrein)

Die Kultstätte des Shintos wird „Schrein“ genannt. Es handelt sich, um einen Ort des Betens und der Freude.
Die Architektur der Shinto-Schreine ist immer schlicht, im Gegensatz zu den buddhistischen Tempeln (besonders in China),
die sehr prunkvoll mit viel Gold und leuchtenden Farben sein können.

Torii

Heiliges Tor, rot lackiert, das immer am Eingang eines Shinto-Schreins steht. Es symbolisiert den Zugang zu einem für die
Kami reservierten Areal, die Grenze zwischen rein und unrein.

Matsuri (Feier)

Fest des Schreines, das jedes Jahr oder alle zwei Jahre stattfindet.

Chôzuya

Im Eingangsbereich aller Schreine platziertes Becken, wo die Gläubigen sich mithilfe einer Art Riesenlöffel die Hände waschen und
den Mund abspülen. Erst nach diesem Läuterungsritus dürfen sie im Reich der Kami eintreten.

Ema

Holztafel, wo die Gläubigen ihre Wünsche oder Gebete aufschreiben. Diese Tafeln werden dann in der Nähe des Hauptgebäudes
an einem Rahmen aufgehängt, damit die Kami sie lesen können.

O-mikuji

Papierstreifen, auf dem Wahrsagungen geschrieben sind.

icone-24Buddhismus

Der Buddhismus wurde im 5. Jahrhundert v. Chr. in Indien gegründet, nach dem Erwachen des ersten Buddhas, Siddharta Gautama.
Jeder Buddhist bemüht sich, durch seinen Taten und seiner Lebensweise, die Erleuchtung, Nirwana genannt, zu erreichen.

Der Buddhismus wurde in Japan im 5. und 6. Jahrhundert n. Chr. eingeführt. Er kam aus China und Korea.
Im Laufe der Geschichte wurde der japanische Buddhismus von verschiedenen Strömungen beeinflusst, was zur Gründung
von neuen Glaubensschulen führte.
Heutzutage existieren 13 Hauptschulen im japanischen Buddhismus. Die bekanntesten sind: Zen, Nichiren und Shingon.

Häufig verwendete Begriffe

Tera oder –ji (am Wortende)

Bezeichnung eines buddhistischen Tempels.

Mon

Das Haupttor eines Tempels.

Butsuden

Das Hauptgebäude einer Tempelanlage.

Drei- oder fünfstöckige Pagode. Kommt nicht in den Schulen des Zen-Buddhismus vor.

Buddha

Titel einer Person, die die Erleuchtung erlangt und das Nirwana erreicht hat.

Bodhisattwa

Titel einer Person, die zwar die Erleuchtung erlangt hat, aber aus Barmherzigkeit entschieden hat, nicht zum Nirwana zu gehen,
sondern in der Nähe der Lebenden zu bleiben, um sie das Wort Buddhas zu lehren. In manchen Strömungen des Buddhismus
werden die Bodhisattwas wie Gottheiten verehrt.

Kannon

Japanischer Name des Bodhisattwas der Barmherzigkeit. Es handelt sich immer um eine Frau, die man mit der Heiligen Maria
im Christentum vergleichen könnte.